KAMKID-Training

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Kleinste Trainingsschritte

Erfolg ist der Schlüssel für Lernen.

Wir bauen das Training deshalb in viele kleine Einzelschritte auf, damit Ihr Hund auch die Chance hat, die Aufgabe zu verstehen und sie richtig auszuführen

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Ampeltraining

Kommen Sie im Training immer etwas weiter, sind Sie im "grünen Bereich". Versteht Ihr Hund einmal nicht, was Sie möchten, sollte Ihre Ampel im Kopf auf Gelb umschalten. Hier stimmt was nicht: War die Ablenkung vielleicht zu groß oder ist es Zeit für eine Pause? Klappt ein Trainingsschritt zwei- oder dreimal hintereinander nicht, sollte sofort die rote Ampel angehen. Jetzt heißt es Stopp und die Übung muss neu aufgebaut werden.

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Minutentraining

Kurze Trainingssequenzen von ca. einer Minute sind sinnvoll, damit sich der Hund ganz auf die Aufgabe konzentrieren kann. Danachkann eine kurze Pause eingelegt werden.

K

Kritisch hinterfragen

Überprüfen Sie immer wieder, ob Ihr Hund auch das gelernt hat, was Sie von ihm möchten. Allzu leicht kann es hier nämlich zu Missverständnissen kommen.

I

Innere Einstellung

Zeigen Sie dem Hund anhand Ihrer Gedanken das Trainingsziel. Stellen Sie sich vor, wie es bis ins kleinste Detail aussehen soll, während Sie mit ihm arbeiten. Zur inneren Einstellung gehören auch Geduld und Verständnis für das Tier.

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Differenziert Belohnen

Über unterschiedliche Belohnungen können Sie Ihrem Hund eine gnaze Menge an Informationen geben. Sie können ihn überraschen, damit er besonders gut lernt, oder Sie können ihm zeigen, dass es noch Verbesserungs-

möglichkeiten gibt. Nutzen Sie die Belohnung für eine immer bessere Verständigung.


Konsequenz

mit Konsequenz ist kein strenges Durchgreifen gemeint, wie es leider so oft missverstanden wird. Dazu gesellt sich dann noch der Irrglaube, man müsse nur noch dominant sein und schon mache der Hund alles, was man ihm sagt. Das Ergebnis sind Hunde, die sich kaum noch trauen, irgendwas zu machen.

 

Das wollen wir nicht!

 

Wir wollen Hunde, die Spass daran haben, mit uns zusammen zu sein. Ausserdem wollen wir, dass die Hunde uns verstehen, wenn wir ihnen etwas beibringen. Genau dazu muss man konsequent sein.

 

Konsequenz bedeutet, dem Hund klare und eindeutige Signale zu geben, die man so auch beibehält.

 

Beispiel: Sie üben mit Ihrem Hund KOMM und erwarten, dass er unverzüglich zu Ihnen kommt. Dann befinden Sie sich auf einem Spaziergang, sind gerade ins Gespräch vertieft und stellen beiläufig fest, dass sich Ihr Hund etwas weit entfernt hat. Sie rufen ihn also mit KOMM wieder zu sich. Der Hund reagiert auch zunächst darauf, kommt einige Schritte heran, zögert dann jedoch. Sie sind in dem Moment damit zufrieden, weil er wieder nahe genug bei Ihnen ist und loben ihn sogar.

 

Kennen Sie solche Situationen? Nicht Schlimm, das kommt bei den allermeisten Hundehaltern vor.

 

Damit der Hund jedoch wirklich lernt, was wir von ihm wollen, müssen wir unser Gespräch unterbrechen und den Hund ganz zu uns herkommen lassen.

 

Eine Regel, die einmal aufgestellt wurde, sollte immer eingehalten werden, damit der Hund diese Regel auch erkennen kann. Das ist Konsquenz. Das heißt nicht, dass sich Regeln nicht ändern können. Aber auch die neue Regel sollte dann konsequent befolgt werden.

Konsequenz hat also nichts mit Schikanieren oder Strengsein zu tun, sondern ist eine wichtige Voraussetzung für die Verständigung mit dem Hund.

Timing

Hunde lernen durch Verknüpfungen im Gehirn, was als assoziatives Lernen bezeichnet wird. Es können aber nur Dinge verknüpft werden, die so gut wie gleichzeitig passieren. Das heißt z.B. wenn ich einen Hund belohnen will, muss das genau in der Sekunde erfolgen, in der das gewünschte Verhalten gezeigt wird. Nur zwei Sekunden später ist es schon zu spät! Der Hund kann nicht mehr das Richtige verknüpfen, wird also letztendlich für ein Verhalten belohnt, das eigentlich nicht beabsichtigt war. Wir möchten in der Ausbildung über Belohnung und nicht über Zwang arbeiten.

Beispiel für ein gutes Timing

Der Hund soll lernen, über eine Hürde  zu springen. Hier sind verschiedene Dinge von Bedeutung. Zum einen die Höhe, die der Hund springt, die Richtung, die Geschwindigkeit, die Art des Absprungs und der Landung und letztendlich: Bleibt die Stange liegen oder nicht? Stellen Sie sich jetzt aus der Sicht des Hundes vor, Sie springen und bekommen ein Leckerchen. Beim nächsten Mal springen Sie und bekommen kein Leckerchen. Warum nicht? Was haben Sie falsch gemacht? Es kann einer diese vielen Gründe sein. Sie werden es eventuell ziemlich schnell herausfinden, was Sie falsch gemacht haben, weil Sie eine genaue Vorstellung vom Sinn und Zweck der Übung haben. Ein Hund hat das nicht. Er muss in dieser Situation lange durch Versuch und Irrtum testen, was richtig und was falsch war. Wenn es darum geht, dass die Stange liegen bleibt, müsste die Beohnung genau in dem Moment kommen, wenn der letzte Fuß die Stange passeirt hat und dabei nicht gerissen hat. Sie können dem Hund jedoch nicht genau in dem Moment ein Leckerchen zustecken, sondern erst, wenn er wieder gelandet ist. Für eine genaue Informationsübermittlung ist es dann jedoch zu spät. Um die Ausbildung effektiver zu gestalten, ist daher ein Markersignal von entscheidender Bedeutung. Mit diesem Markersignal können Sie das gewünschte Verhalten genau im richtigen Moment markieren und der Hund weiß dann, wofür er belohnt wird.

Das Markersignal kann ein Wort sein wie z.B. GUT oder FEIN. Es kann aber auch eine bestimmte Geste sein, s.B. dass genau im richtigen Moment die Hand in die Leckerchen-Tasche greift.

Markersignal

...als positiver sekundärer Verstärker

Wie wichtig ein Markersignal ist, haben wir bereits angesprochen. Nun geht es darum, wie man es in der Praxis aufbaut und anwendet.

 

Ein Markersignal wird auch sekundärer positiver Verstärker genannt. Primäre poitive Verstärker sind Dinge, die der Hund von Natur aus gerne mag, z.B. Futter, Spielen, Jagen, Laufen. Je nach Hund sind sie unterschiedlich ausgeprägt. Dazu gehört aber auch, Erfolg zu haben. Auch das hat ein Hund sehr gerne und motiviert ihn.

 

Ein sekundärer positiver Verstärker hat zunächst kein Bedeutung für den Hund, bekommt diese aber dadurch, dass er immer einen primären positiven Verstärker ankündigt.

Bekommt der Hund immer nach einem Lobwort oder einer bestimmten Bewegung, wie z.B. der Griff in die Tasche, ein Leckerchen, wird er diese Handlung lieben lernen. Die meisten Leute sind sich gar nicht bewußt, dass sie schon dadurch, dass sie in die Tasche greifen, den Hund belohnen, weil diese Bewegung einen primären Verstärker ankündigt.

 

Beispiel: Der Hund zögert vor dem Hindernis, der Mensch greift in die Tasche, um den Hund mit dem Leckerchen zu locken. Was passiert in Wirklichkeit? Der Hund wird für sein Zögern belohnt und wird es wahrscheinlich beim nächsten Mal wieder tun.

 

Sie sehen, wie wichtig das Wissen um ein Markersignal ist, um auch Fehler zu vermeiden, die man sonst ganz unbewußt macht.